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Populationsbezogene integrierte Versorgungsmodelle


Um eine ganzheitliche Bearbeitung der integrierten Versorgung zu gewährleisten und eine einheitliche Herangehensweise innerhalb der Sozialversicherung sicherzustellen, wurde vom CCIV das Thema der populationsbezogenen integrierten Versorgung (PIV) behandelt. Dies erfolgte in definierten Prozessschritten, um eine wissenschaftliche Vorgehensweise zu garantieren. Als Basis des gesamten Prozesses wurde folgende Definition der PIV von Seiten des CCIV entwickelt, welche auf der CCIV-Definition von integrierter Versorgung aufbaut:

„Von populationsbezogener integrierter Versorgung kann gesprochen werden, wenn die Aufbau- bzw. Ablauforganisation der Versorgungsform

  • umfassend (nicht indikationsspezifisch),
  • qualitätsorientiert,
  • kooperativ/vernetzend,
  • effektiv und effizient sowie
  • zeitgerecht

ist. Die zu versorgende Population soll primär nach regionalen Kriterien (z.B. Bevölkerung eines gesamten Bezirks) definiert werden. Darüber hinaus kann eine Spezifizierung über Risikomerkmale erfolgen.

Im Zuge einer Grundlagenrecherche wurden sieben europäische Best-Practice-PIV-Formen identifiziert und genauer dargestellt. Um die recherchierten PIV-Formen einer Bewertung unterziehen zu können, wurden im Rahmen des Prozesses Bewertungskriterien entwickelt.

Historisch betrachtet sind die im Bericht bestbeurteilten Versorgungsformen oftmals aus bereits bestehenden „kleineren“ populationsbezogenen integrierten Versorgungsformen entstanden.
Aus diesem Grund erschien es sinnvoll, in einem ersten Schritt „kleinere“ Versorgungsformen zu initiieren, woraus umfangreichere Formen der Versorgung weiterentwickelt werden können. D.h. es soll eine schrittweise Annäherung an eine umfassende populationsbezogene integrierte Versorgungsform erfolgen. Der schrittweise Aufbau einer derartigen umfassenden populationsbezogenen integrierten Versorgungsform könnte mit der „grundversorgenden“ Ebene begonnen werden. Es erschien daher für das CCIV aufgrund der Recherchen und Erfahrungen sinnvoll, zu Beginn eine koordinierte ambulante (ärztliche) Versorgung zu entwickeln, welche in Form eines „Hausarztmodells“ in Österreich umgesetzt werden kann.

   linkAbschlussbericht "Populationsbezogene integrierte Versorgung" (1.7 MB)